„Wanderbares Schleswig-Holstein“

Natur  erwandern  - Natur erleben

Vorstellung von Wanderungen

In diesem Abschnitt stellen wir Ihnen einige Wanderungen vor.

„Wanderung von Ost nach West“

Teil 3 Am Samstag, den 11. Mai 2013 setzen wir unsere Wanderung durch Schleswig-Holstein von „Ost nach West“ mit dem 3. Teil von Bad Oldesloe nach Nahe fort. Aus verkehrstechnischen Gründen erfolgt diese Wanderung in umgekehrter Richtung.
Vom Ausgangspunkt in Nahe, der Bushaltestelle „B432/Lüttmoor“, biegen wir in den Nierrögen ein. Der Weg führt uns zum Stiftungsland Nienwohlder Moor und zum Alten Alsterkanal. Das Nienwohlder Moor gehört aufgrund seiner Größe und seines Erhaltungszustandes zu den bedeutenden Hochmooren in Schleswig-Holstein. Seit 1982 steht das Nienwohlder Moor unter Naturschutz. Der jahrhundertelange Torfabbau hinterließ ein in großen Teilen zerstörtes Moorgebiet. Verschiedene Maßnahmen zur Wiederbelebung (Renaturierung) zeigen bereits deutliche Erfolge.


Kurz hinter Nienwohld erreichen wir den Alten Alsterkanal. Um 1500 wurde die Alte Alster durch einen 8 km langen Kanal mit der Beste und der Trave verbunden. Mit diesen beiden Versuchen Alster-Beste und Alster-Trave-Kanal wurde beabsichtigt, eine Verbindung zwischen der Nord-und Ostsee (Hamburg und Lübeck) zu schaffen. Zahlreiche Schleusen sollten den Wasserstand regulieren; doch wegen der technischen Probleme der Wasserhaltung musste man das Vorhaben um 1550 aufgeben.

Nach Erreichen des alten Bahndammes in Sülfeld setzen wir unsere Wanderung durch den Schützengraben und den Butterbarg in Richtung Grabau fort. Die Kirche in Sülfeld wurde 1207 erstmals erwähnt. Die Reste des Alster-Beste-Kanals, der in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts angelegt wurde, sind auch heute noch in der Ortsmitte vorhanden. Von 1907 bis 1973 war Sülfeld Bahnstation der Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn.

Bevor wir Grabau über die Dorfstraße in Richtung Bad Oldesloe verlassen, legen wir am Grabauer See eine kleine Rast ein. Nach wenigen 100 m erreichen wir nun Europas längsten Obst-und Gehölzlehrpfad. Hier wurden an der ehemaligen Kleinbahnstrecke Henstedt-Ulzburg – Bad Oldesloe alte Obstsorten angepflanzt.

 


Auf dem alten Bahndamm wandern wir bis Blumendorf, hier finden wir an der B 75 einen alten dänischen Meilenstein aus dem Jahr 1840. Nach Überqueren der Hauptstraße biegen wir nach ca. 120 m in den Wander-und Radweg Henstedt-Ulzburg - Bad Oldesloe ein. Er führt uns zum Kurpark, dem Ausgangspunkt des Wander- und Radweges nach Henstedt-Ulzburg. In Bad Oldesloe gab es schon im Mittelalter ein erstes Salzwerk (Sole), aber wegen Konkurrenz zu Lüneburg wurde es wieder zugeschüttet. Auf dem Gelände des heutigen Kurparks entstand eine neue Saline, die bis 1865 einen wichtigen Wirtschaftsbetieb der Stadt darstellte. Oldesloe erhielt erst 1910 den Zusatz „Bad“.

Wanderung: „Von Ost nach West“ Teil 3 Nahe – Bad Oldesloe = 20 km

“Kräuterwanderung rund um den Moorsee“

Der jährliche Aktionsmonat „Naturerlebnis der heimischen Tier- und Pflanzenwelt“ soll den Zugang zur Natur ermöglichen, soll die Möglichkeit bieten, etwas Neues auszuprobieren. Die Kräuterwanderung am 15. Mai 2013 soll ein Einstieg sein, Kräuter zu erkennen, zu sammeln, zu bewerten und zu verarbeiten. Am Ende der Wanderung, bei gutem Wetter unterwegs, werden wir einen Kräuterquark herstellen und verzehren, selbst gesammelte Kräuter mit nach Hause nehmen können.Eine Liste sammelbarer Kräuter wird ausgehändigt. Frühling am Dorfteich

“Mühlentag am Wittensee“

Am Pfingstmontag, dem 20. Mai 2013, wird der 20. Deutsche Mühlentag gefeiert. Wind- und Wassermühlen gehören in Schleswig-Holstein zum Kulturerbe. Sie erfreuen den Wanderer wegen ihrer besonderen Lage im Landschaftsbild und aufgrund ihrer äußeren Erscheinung. Die Windmühle „Augusta“ von 1874 mit Windrose und Jalousie-Flügeln werden wir nach einer Wanderung durch die abwechslungsreiche Landschaft am Wittensee besuchen, dort Rast einlegen. Vielleicht werden wir auch dem „Engel von Wittensee“ begegnen.

“Durchs Watt von Föhr nach Amrum“

Einer der interessantesten Wattwanderwege führt auf festem Sandwatt von Dunsum auf Föhr an die Nordspitze von Amrum. Wir werden von einem ortskundigen Wattführer geleitet, wenn das Wetter eine Querung der Enge zwischen Föhr und Amrum zulässt. Barfuß werden wir ca. 3 Stunden auf dem Watt unterwegs sein, einen kleinen Priel durchwaten. Auf Amrum werden uns einige „Highlights“ gezeigt, bevor es am Abend des 16. Juni 2013 mit dem Schiff von Wittdün zurück nach Dagebüll geht.

“Auf der Lecker Geest durch Dünen, Wald und Moore“

Ausgedehnte Binnendünen finden sich in Schleswig-Holstein in der Lecker Geest, der Schleswiger Vorgeest und der Holsteiner Vorgeest sowie auf den Altmoränen. Auch in den Niederungen der weichseleiszeitlichen Schmelzwasserflüsse von Eider, Sorge, Stör finden sich Binnendünenareale, die vor allem im Spätglazial entstanden sind, als extrem trockenes und kaltes Klima mit Tundrenvegetation eine Verwehung begünstigt hat.
Trotz umfangreicher Windschutzmaßnahmen haben in den vergangenen Jahrhunderten Rodungen, ackerbauliche Maßnahmen zu erheblichen Winderosionen in Schleswig-Holstein geführt.
Viele Orte, auch Süderlügum, waren in der Vergangenheit von Sandverwehungen bedroht. Die Wanderung am 13. Juli 2013 führt durch die Binnendünen und Moore bei Süderlügum mit ihren extremen Lebensräumen, die angepassten Arten Möglichkeiten der Entwicklung gaben.

“Wildnis zwischen Meer und Auen“

Die buchenbewaldete Küste zwischen Bockholmwik und Langballigau an der Flensburger Außenförde, das Tal der Langballigau sind landschaftlich besonders reizvolle Abschnitte der schleswig-holsteinischen Ostküste. Die Wanderung am 27. Juli 2013 führt durch das Tal der mäandrierenden Langballigau, ein großartiges, unter Naturschutz gestelltes Feuchtbiotop, und entlang der Küste, schließlich auf immer reizvollen Wegen zurück in den Ort Unewatt mit seiner schönen Windmühle, dem Museumsdorf, an der Au mit Resten einer Wassermühle.