Was macht die Wanderung aus, was ist das Besondere ?
Die Menschen der „modernen“ Zivilisation leben überwiegend in einer Kunstwelt, in der die Erdung verloren geht. Wandern ist eine Möglichkeit, die eigenen Kräfte, eine zurückgelegte Wegstrecke, Zeit zu empfinden und so für die Schönheiten eines Kaltenhofer Moores, eines Knooper Holzes, eines Heischer Tals, einer Mühlenau empfänglich zu werden.
Wegebeschreibung
Von der Eiche in der Mitte des Ortes Dänischenhagen, unweit der Kirche, wandern wir durch die Kirchenstraße ortsauswärts. Wir passieren die Kirche aus dem 13. Jahrhundert, ursprünglich aus behauenen Feldsteinen errichtet, ein bedeutender Schnitzaltar von Gudewerth d.J. von 1656 wurde 1843 an die Preetzer Klosterkirche verkauft.
Vorbei am Schützenverein gelangen wir auf den ehemaligen Schulsteig nach Kaltenhof. An der Straße nach Kaltenhof biegen wir links ab, um nach 500 m rechts ab nach Kaltenhof zu gehen.
Das Gut Kaltenhof entstand aus dem niedergelegten Dorf Kalendorp. Als erster Besitzer um 1630 wird ein Detlef Sehestedt erwähnt. Vor dem spätklassizistischen Herrenhaus aus dem Jahr 1867 wandern wir rechts ab in den Mückenbrook.
Hier können wir an einem bronzezeitlichenHügelgrab erkennen, dass das Gebiet des Dänischen Wohld bereits früh besiedelt worden ist. Zahlreiche Hügelgräber belegen dies. In der Zeit der Völkerwanderung wurde das Gebiet menschenleer, der dänische Wohld, danica silva, bildete sich als undurchdringlicher Urwald.
Erst ab dem 13. Jahrhundert wurde das Gebiet neu besiedelt, rekultiviert, 1652 war knapp die Hälfte des Landes noch bewaldet. Heute ist der Dänische Wohld mit 17 % der Fläche immer noch eine der waldreichsten Gegenden Schleswig-Holsteins.
Der Dänische Wohld war einst ein Güterdistrikt mit 34 Gütern. Auf Gut Eckhof in der Nähe von Dänischenhagen wurde durch den Grafen von Holck 1786 die Leibeigen-schaft aufgehoben.
Wir folgen dem Mückenbrook bis zu einer Weggabelung, wo wir uns links halten, nach 1 km auf die Landstraße L 254 gelangen. Dieser folgen wir links ab etwa 500 m, bis wir die Straße querend in das Gebiet des Kaltenhofer Moores wechseln können.
Das NSG Kaltenhofer Moor hat eine Fläche von 54 ha. Südlich angrenzend liegt der Forst Stodthagen.
Das Kaltenhofer Moor ist ähnlich wie die umliegenden Moore St. Helenenmoor, Stauner Moor, Felmer Moor, Birkenmoor, Duxmoor infolge der Verlandung spätglazialer Seebecken, aus Toteis gebildet, zu einem Niedermoor, später zu einem Hochmoor geworden. In einigen Bereichen des Kaltenhofer Moores kann man noch die bis zu 7 m mächtige Hochmoorschicht erkennen.
Das Gebiet des Kaltenhofer Moores wurde bereits 1942 unter Naturschutz gestellt, wurde aber nach dem 2. Weltkrieg infolge Brennstoffmangel weiterhin abgetorft. Der Ankauf des Gebietes durch die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein macht eine Wiedervernässung des Moores möglich.
Bei unserem Weg durch das Moor weichen wir von dem geradeaus verlaufenden Weg ab, um an einen Moortümpel zu gelangen, wo wir Torfmoose, Sonnentau, Glockenheide, Moosbeere, Wollgras betrachten können. Fasziniert von der Lebenswelt eines Moores setzen wir unseren Weg fort, gelangen in den Stodthagener Forst, auf die Straße geradeaus in Richtung Krück. Dieser folgen wir bis zur Kreisstraße K 49, wo wir links abbiegen, etwa 500 m in Richtung Dehnhöft gehen, um dann durch ein Tor in das Knooper Holz zu gelangen. Wir folgen dem Waldweg in südlicher Richtung und biegen am ersten breiten Waldweg rechts ab, folgen diesem Weg am Rande des Felmer Moores, bis er deutlich nach links abzweigt und uns auf gerader Strecke von etwa 1 km an den Waldrand führt und weiter zu auf Gut Friedrichshof. Am Gut Friedrichshof halten wir uns links ab in Richtung Dehn-Berg. Dieser Feldweg führt uns nach Altenholz auf die Klausdorfer Straße.
Nach wenigen Metern überqueren wir die Straße, biegen links ab ein in die Straße Richtung Gemeindezentrum. Vor dem Sportplatz führt ein Fußweg links ab, dem wir folgen, der uns auf den Schoolredder bringt, von dort über einen aufsteigenden Fußweg auf den Buschberg. Über die Straße Buschberg und Klinkenberg gelangen wir wieder auf die Klausdorfer Straße, folgen dieser links ab in Richtung Bahnübergang. Diesen überqueren wir, gehen bis zum Waldrand, wo wir die Straße bequem queren können, wechseln in den Wald, halten uns an den schmalen Pfad, der der Straße parallel folgt.
Wir gelangen auf einen Waldweg, der links ab durch einen Tunnel die Altenholzer Straße unterquert. Ab hier können wir der Kennzeichnung des Schilksee-Wanderwegs und Europäischen Fernwanderwegs E 1 folgen, gelangen in einen Wald, parallel zu den nach Friedrichsort und Holtenau führenden Gleisen, unterqueren die B 503. Danach quert der Weg links ab die Gleise. Hier muss man schon genau hinschauen, um Reste einer ehemaligen mittelalterlichen Motte zu entdecken. Ab hier wandern wir auf wechselnden Seiten des eindrucksvoll in die Landschaft eingeschnittenen Heischer Tales. Dieses ist während der letzten Weichsel-Eiszeit als subglaziales Tunneltal, durch das die Schmelzwässer gewaltiger Gletscher brausten, entstanden.
Kurz vor dem Hofgelände Heisch treffen wir auf den den alten Kirchweg nach Dänischenhagen, der uns links ab tief in das Heischer Tal mit Blick auf den Fuhlensee hinabführt. Im Talgrund nehmen wir den gekennzeichneten „Wanderweg“, von dem es nach etwa 500 m bergan entlang der Begrenzung zum Golfplatz Uhlenhorst geht. Wir folgen diesem Feldweg bis an die B 503. Hier folgen wir dem Weg, der unter der Bundesstraße durch führt und gehen auf das Gut Uhlenhorst zu, bis 1803 ein Meierhof des Gutes Knoop. Von hier gelangen wir auf die Mühlenstraße, sehen unseren nahe gelegenen Start- und Zielpunkt an der Eiche.
| Bundesland: | Schleswig–Holstein |
| Region: | Kreis Rendsburg-Eckernförde |
| Wegezuordnung | Europäischer Fernwanderweg E 1 / E 6 |
| Start- und Zielpunkt | Mühlenstraße 1 |
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Verkehrsanbindung Auto: |
Über die Stadtautobahn Kiel (B 503) bis zur |
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Verkehrsanbindung ÖPNV: |
Von Kiel Hbf. mit der Buslinie 900 / 901 / 902 |
| Rundwanderung | |
| Länge: | 21 km |
| Geschätzte Dauer: | 7 Std. gemächlich |
| durchgehend kinderwagengerecht: | nein |
| Besonderer Routencharakter: | Naturwanderung |
| Begehbarkeit: | ganzjährig |
| Sehenswürdigkeiten: | 1. NSG Kaltenhofer Moor |
| Einkehrmöglichkeiten: | Dänischenhagen Dänischenhagen |
| Hinweis auf Karten: | Name: |
| Hinweis auf Wanderliteratur: | Titel: Kaltenhofer Moor – künstlerisch gesehen |
| Tourismusorganisation: | Tourist-Information Schwedeneck |
| Ansprechpartner: | Interessengemeinschaft |
| Angaben zur Person: |
von Heyer, Wolfgang |
| Kartenskizze | Kai Zarp |
| Bilder | Gerlind Lind |
Wanderweg |
Tourentipp_10/2010: „Mit der Natur geerdet“ als PDF-Download |
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